IUZ

Interessengemeinschaft Ufer

Zürichsee

 

 

 
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Die geforderte generelle Ausdehnung der öffentlichen Flächen und deren Verbindung direkt am See gehen zu weit und sind in dieser absoluten Formulierung unrealistisch:

• Eine absolute Zugänglichkeit der Seeufer verunmöglicht die Erhaltung natürlicher Uferpartien und läuft damit den Bestrebungen des Naturschutzes zuwider.
• Ein genereller Ausbau der öffentlich zugänglichen Flächen und deren direkte Verbindung am See würde das Privateigentum in unnötiger und unverhältnismässiger Weise beinträchtigen und langwierige materielle Enteignungsprozesse nach sich ziehen.
• Eine lückenlose Begehungsmöglichkeit des Ufers ist aufgrund der gewachsenen Siedlungsstruktur und der Nutzung der Ufer nicht durchführbar. Zum Beispiel:
- Werft der Zürichseeschifffahrt und Seepolizeien
- Strandbäder zumindest im Sommer, d.h. in der wichtigsten Zeit,
- Bootswerften, Zeltplätze, Wasserbauunternehmen,
- Naturschutzgebiete etc.

• Viele Gemeinwesen haben unter dem geltenden (bisherigen) kantonalen Richtplan bereits ihre Aufgabe wahrgenommen und einen Seeuferweg geplant und teilweise bereits umgesetzt. All dieser Aufwand wird hinfällig, denn da wo der Seeuferweg an einigen Stellen nicht direkt am See verläuft - sei es aus natur- oder  landschaftsschützerischen Gründen, aufgrund des Eigentumsrechts etc. - , müsste er neu an das Ufer verlegt werden. Die Gemeindeautonomie würde über Gebühr eingeschränkt.

Es ist unfair, in der Bevölkerung Erwartungen zu wecken, die sich nie realisieren lassen. Auch ohne die undifferenziert vorgesehene generelle Ausdehnung der öffentlichen Flächen und deren Verbindung direkt am See lässt sich das Zürichseeufer als Erholungs-, Natur- und Landschaftsraum aufwerten und dies erst noch schneller, konfliktfreier und kostengünstiger.

Die Vorstösse der Initianten in der geplanten radikalen Form sind unbedacht und widersprechen der politischen Kultur in unserem Lande. Die Ufer des Zürichsees wurden in den letzten Jahren kontinuierlich aufgewertet. Der Zürichsee lebt von der Vielfalt. Dabei hat ein gewisses Mass an Industrie, öffentlichem Raum und Privateigentum neben der Natur Platz. Diese Durchmischung macht die Qualität des Zürichsees aus.